Mehr Mitglieder, mehr Spenden, mehr Besucher und damit mehr Ticketverkäufe – aber auch deutlich steigende Ausgaben für Gagen, Produktionskosten, Techniker und anderes mehr: der Jazz Club Minden e.V. hat das Jahr 2025 musikalisch und organisatorisch in einem weiterhin herausfordernden Umfeld erfolgreich abgeschlossen und gleichzeitig ein leicht positives Finanzergebnis erwirtschaftet.
Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Matthias Niemann jetzt auf insgesamt 42 Konzerte mit oft hochkarätigen Gästen sowie auf neun Jam Sessions für das zurückliegende Jahr verweisen, dazu kamen fünf Kooperationsveranstaltungen mit Musikschule, VHS und Stadtbibliothek. 5.248 verkaufte Konzert-Tickets bedeuteten ein erfreuliches Plus von 150 gegenüber dem Vorjahr. Das Konzept, anstelle der organisatorisch zu aufwändigen und finanziell zu risikoreichen Jazz Summer Night auf zusätzliche prominent besetzte Konzerte in den Clubräumen zu setzen, habe sich bewährt.
Noch positiver entwickelte sich die Zahl der Mitglieder: aktuell sind es 520, damit hätte sich der Mitgliederkreis in den vergangenen zehn Jahren so gut wie verdoppelt.
Niemann erläuterte erneut die inzwischen abgeschlossenen umfangreichen Bauarbeiten zur Behebung von Brandschutzmängeln im Gebäude. Die kurz zuvor installierte Brandmeldeanlage habe gerade ihre Bewährungsprobe in den über dem Club gelegenen Räumen der Stadtbibliothek bestanden: der dortige Brand im November hätte ansonsten wohl nicht so frühzeitig bekämpft werden können und sicher zu massiven Folgen durch Löschwasserschäden im Club geführt.
Weitere Themen des Rechenschaftsberichts waren Investitionen in Bühnenbeleuchtung und Gastro-Technik, Online-Vorverkauf und Social-Media- sowie Print-Werbung, außerdem die Silvester-Party und der erneut gewonnene Spielstättenprogrammpreis NRW.
Der anschließende Finanzbericht des Interims-Geschäftsführers Ulrich Rosemeier wies trotz deutlich gestiegener Ausgaben vor allem im Konzertbetrieb dank steigender Mitgliedsbeiträge, wachsenden Ticketverkaufs und großzügiger Spenden ein positives Ergebnis aus. Das beschert dem Club finanzielle Stabilität und erlaubt ihm eine – konservativ angelegte – Weiterführung des aktuellen Kurses.
Die anschließenden Wahlen zu Vorstand und Vereinsausschuss erfolgten jeweils einstimmig: Bestätigt wurden Matthias Niemann als Vorsitzender und Christoph Pepper als sein Stellvertreter, als Nachfolger des im vergangenen Jahr plötzlich verstorbenen Geschäftsführers Thomas Weber wurde Reinhard Lafferthon gewählt. Bestätigt wurden auch Ulrich Rosemeier und Peter Ludwig als Beisitzer.
Neu im Vereinsausschuss ist jetzt Martina Wansner, die dort Reinhard Lafferthon ablöste. Weiterhin dabei sind Sigrid Hohnemann, Klaus Merkel, Frank Thamm, Achim Koch, Sigrid Pepper, Bernd Weißer, Hermann Schürmann, Janek Lewin und Florian Hinz.
Die im Anschluss an die Wahlen präsentierte Jahresplanung 2026 konnte schon auf einige erfolgreich absolvierte Konzerte im ersten Quartal sowie auf erfreuliche Vorverkaufszahlen für den Rest der aktuellen Saison 25/26 verweisen. Bereits ausverkauft waren Ida Sand und Vincent Peirani, auch für die Nighthawks am Ostersamstag und Billy Cobham am 5. Mai gibt es schon keine Tickets mehr. Für die Bigband-Gala am 12. Mai im Stadttheater aus Anlass des 10. Todestages von Roger Cicero sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Die Versammlung billigte den aus der Planung resultierenden Haushaltsentwurf ebenfalls einstimmig.
Im Ausblick auf die im September beginnende Konzertsaison 26/27 konnte Matthias Niemann bereits ein paar musikalische Highlights ankündigen wie etwa das Mike Stern Quintett, das Marius Neset Trio und das Wolfgang Muthspiel Trio.


